Theatergruppe

Theater in Steinbach seit 1902

In Steinbach verwandelt sich alljährlich der Saal im Landgasthof Ludwig in eine Bühne. Kurz nach der Gründung des M.G.V. ”Cäcilia 1900” in 1900 wurde auch schon 1902 mit dem Theaterspielen begonnen. Zum Einen sollten die Kosten für Noten und Entgeld der Dirigenten ausgeglichen werden, zum Anderen wollte man den Steinbachern eine Abwechslung ihres ”Tages-Einerlei” bringen. Die Aufführungen fanden jährlich am 2. Weihnachtsfeiertag statt. Diese Einrichtung wurde vom Publikum dankbar angenommen, und selbst Besucher aus den Nachbarorten erfreuten sich an dem Laienspiel. Schon damals waren 2 Aufführungen nicht selten.

Die allseits beliebte Tradition des Theaterspiels ist eine ständige Veranstaltung im Programm des M.G.V. ”Cäcilia 1900” und in all´ den Jahren bis auf den heutigen Tag erhalten geblieben! Denn Weihnachten ohne einen Theaterbesuch in Steinbach ist für viele nicht mehr wegzudenken, denn zu lachen gibt es immer etwas. Aufgeführt werden Schwänke, Komödien und Lustspiele.

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GruppenFoto nach dem Theaterstück: ”Die Heimat ruft” aus dem Jahre 1962

Die Darsteller stehend v.l.: 1. Vors. Fritz Block, Edmund Ritz, Vinzenz Vogt, Marga Lohfink, Adolf Dietrich, Erika Henkel, Karl Ludwig, Reinhold Gabel, Annelore Neidert, Bruno Fürst

Sitzend v.l.: Josef Ritz, Anita Dietrich, Erich Henkel, Hubert Vogt, Herbert Lohfink

Theatergruppe der Cäcilia hat eigenen Autor

Seit 1994 müssen die ”Cäcilia 1900”-Theaterverantwortlichen nicht mehr auf die Suche nach einem geeigneten Theaterstück gehen, da Lothar Hanzog Spaß am Schreiben gefunden hat. Er hat bereits drei Luststücke verfasst, die alle von der Laienspielgruppe der “Cäcilia 1900” aufgeführt worden sind, und das vierte ist in Vorbereitung.

Das erste Lustspiel mit dem Titel ”Ja Mama” wird inzwischen von Laienspielgruppen in Deutschland, Südtirol und Österreich gespielt. Die Handlung spielt sich in einer alten Gaststube ab, in der die 72jährige Erna das Sagen hat und Ehemann sowie Sohn ihre Anweisungen befolgen. Ehemann Karl gewinnt allerdings immer mehr an Selbstbewusstsein, und auch die Gäste bringen das Leben der Familie durcheinander.

Sein zweites Stück ”Wer ist wer?”, eine Verwechslungskomödie, ist mittlerweile in Südtirol und Österreich 34mal und in Deutschland 10mal aufgeführt worden. Letztes Jahr wurde es sogar ins Holländische übersetzt. Bei “Wer ist wer?” dreht sich alles um die Geschichte eines Landrates, der sich aus Angst vor einem Ministerbesuch in ein Krankenhaus einliefern lässt und dort den Tagesablauf durcheinander wirbelt.

Das bisher letzte Stück ”Oil of Olaf” war in 1998 in Steinbach zu sehen. Es spielt auf einem Bauernhof mitten in Deutschland. Tom, ein Engländer, findet auf dem Hof seines Arbeitgebers Olaf Öl. Die Sensation ist perfekt und zieht ein Fernsehteam und eine attraktive Betriebsberaterin an, was zu einigen Turbulenzen führt.

Das Schreiben fällt Lothar Hanzog nicht schwer und ist mittlerweile zur Routine geworden. Da er schon lange bei der Theatergruppe mitspielt, weiß er genau, was das Publikum sehen will.

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Szene beim Theaterstück: ”Ja Mama”

mit v.l.: Lothar Hanzog, Albert Hohmann, Willi Block, Guntram Jung

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